Employer Branding

Das Unternehmen als Arbeitgeber-marke. Wie Sie zu Ihrer UEP kommen.

Magnet für potenzielle Mitarbeiter.

Firmen, die erfolgreich employer branding betreiben, ziehen die Aufmerksamkeit potenzieller Mitarbeiter auf sich. Auch auf schon vorhandene Mitarbeiter wirkt sich die Arbeitgebermarke aus. Diese können Unternehmensziele und Werte leichter nachvollziehen und sind somit stärker an das Unternehmen gebunden. Um eine „unique employer proposition“ (UEP) zu entwickeln, bedarf es vielfältiger Informationen über die Zielgruppe, die angesprochen werden sollte: Wie denken potenzielle Mitarbeiter, was ist ihnen wichtig und welche Interessen verfolgen diese? Stimmen die Wahrnehmung von Bewerbern und die Selbstwahrnehmung eines Unternehmens hinsichtlich Angebot, Werten und Zielen überein? Die Grundlage dazu liefert eine employer branding Studie von brandalytics.

5 Faktoren + jede Menge Abstimmung.

Forschung im Bereich employer branding hat ergeben, dass es 5 Faktoren sind, die die Attraktivität der Arbeitgebermarke beeinflussen. Nicht wenig überraschend spielen ökonomische Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel ein überdurchschnittliches Gehalt. Wer als Unternehmer aber nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat und keines Fantasiegehälter bezahlen kann, der kann durch soziale Faktoren punkten.

Ein glückliches und kollegiales Betriebsklima ist ein gewichtiger Punkt bei der Wahl des Arbeitgebers. Erfassen Sie die Mitarbeiterzufriedenheit mit einer gesonderten Studie. Der Faktor Interesse spiegelt zum Beispiel neuartige Arbeitspraktiken und Kreativität wider. Erfahrungen zu machen und etwas Neues auszuprobieren finden im Faktor Entwicklungs-möglichkeiten ihren Ausdruck. Als letzten, aber nicht weniger wichtigen Faktor gibt es die Anwendungsmöglichkeiten von Gelerntem und diese Dinge auch weiter zu geben.

Komplexes Zusammenspiel.

Die vorhin genannten fünf Faktoren sind aber nicht die einzigen Einflusskräfte auf eine attraktive Arbeitgebermarke. Die corporate brand oder starke Produkt Einzelmarken sind ebenfalls ausschlaggebend. Dabei kommen aus dem branding bekannte Messgrößen wie brand awareness, brand clarity oder brand popularity von Marke und Produkt zum Zug (vgl. brandalytics scoreboard).

Ist beim herkömmlichen branding die emotionale Aufladung und das damit angeknüpfte Versprechen oft schwierig zu überprüfen, so ist das bei der Arbeitgebermarke nicht der Fall. Das Versprechen der Arbeitgebermarke sollte daher die Realität widergeben und akkurat sein. Fundamental für eine starke Arbeitgebermarke ist das Zusammenspiel und die Abstimmung zwischen employer branding, Corporate Identity und corporate / brand image.

Referenzen:

Backhaus, K., & Tikoo, S. (2004). Conceptualizing and researching employer branding. Career Development International, 9(5), 501-517.

Berthon, P.,  Ewi, M., & Hah, L. (2005). Captivating company: dimensions of attractiveness in employer branding, International Journal of Advertising, 24(2), 151-172.

Felser, G. (2010). Personalmarketing (1st ed.). Göttingen: Hogrefe.

Moroko, L. & Uncles, M. (2008). Characteristics of successful employer brands. Journal of Brand Management, 16, 160-175.